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DIE SIGNATURENLEHRE IN DER PARACELSUSMEDIZIN

Aktualisiert: 16. Dez. 2019

AUS DEM PARACELSUS MAGAZIN: AUSGABE 6/2011


Homöopathen stehen oft vor einem Problem, wenn es um die Wahl des Mittels geht. Wo Schulmediziner im Laufe eines Tages oft mit 20 Mitteln auskommen, muss der Homöopath wenigstens 200 präsent haben, und bis zu 2.000 nachschlagen können.

Paracelsus hingegen hat uns lange vor Hahnemann ein paar Werkzeuge an die Hand gegeben, die einen schnellen und exakten Zugriff auf die richtigen Mittel ermöglichen. Es ist vor allem die Signaturenlehre, die uns nicht nur erklärt, wie unser Sonnensystem aufgebaut ist, sondern auch, wie wir uns aus der Natur signaturgerecht bedienen können.


„Ihr wisset durch die Kunst der Signatur, dass jedes Ding nach dem, aus dem es ist und, zu dem es gehört, gezeichnet wird, damit es immer gleich gefunden werde, wie es die Kunst der Signatur anzeigt, die der Arzt kennen soll, um dies zu verstehen.“ Paracelsus


Was genau hat Paracelsus damit sagen wollen?

Um das zu verstehen, müssen wir bedenken, dass Paracelsus Alchemist war. Für ihn galten die sieben hermetischen Prinzipien. Eines von ihnen besagt, dass es einen Zusammenhang zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos gibt, sodass sich bestimmte Muster immer wiederholen.

Heute kennen wir diese Annahme unter dem Namen „Chaostheorie“.

Die Alchemisten glaubten, dass die großen Himmelskörper (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) durch ihre Bewegung (und damit verbundenen Schwingungen) alle Materie innerhalb des Sonnensystems universal prägen. Hierbei beziehen sie sich nicht allein auf die Form, sondern auch auf die psychischen Eigenschaften jedes einzelnen Körpers. Für Alchemisten gilt: Alle Materie ist Geist und somit belebt. Es wird kein Unterschied zwischen Mineralien, Pflanzen oder Tieren gemacht.



Sphärenklänge prägen die Materie

Schon Pythagoras beschrieb die Prägung der Materie auf der Erde durch die Himmelskörper mithilfe der Musikwissenschaft. Die Griechen gingen davon aus, dass die Eigenbewegungen der Himmelskörper eine ganz charakteristische Sphärenmusik erzeugen. Jeder Himmelskörper kann hierbei einem Intervall unseres Tonsystems zugeordnet werden. Die Oktave der Sonne prägt hierbei oktogonale Körper wie Gold oder Diamant, während Mars mit seiner Quarte zum Beispiel kubische Metalle und Mineralien prägt, wie Eisen, Pyrit oder Granat.


In der Pflanzenwelt entstehen unter dem Einfluss der Sonne strahlenförmige, gelbe Blüten wie Arnica oder Cactus grandiflora, während Marspflanzen zumeist rote Blüten, Blätter oder Früchte produzieren, begleitet von scharfen Dornen wie bei Berberis oder Rosen.


In der Tierwelt gehören zur Sonne radiärsymmetrische Formen mit acht oder mehr Armen wie Heliozoen oder Sepia, während zum Mars die Vierbeinigkeit gehört.